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Human Rights Watch: Fragen und Antworten zu Verboten religiöser Symbole und Kleidungsstücke PDF Drucken E-Mail
Burkaverbot - Was andere meinen
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Mittwoch, den 22. Dezember 2010 um 12:58 Uhr

Human Rights Watch auf der eigenen Home Page:  Fragen und Antworten zu Verboten religiöser Symbole und Kleidungsstücke in Europa.

Folgender Absatz aus der obigen Meldung freilich findet keinesfalls meine Zustimmung: "Eine aus den muslimischen Gemeinden hervorgehende, entschlossene Missbilligung gesichtsverdeckender Kopfbedeckungen (...) könnte weit mehr zur Eigenständigkeit der betroffenen Frauen beitragen als Verbote und Strafen."

Wenn überhaupt, sollten nicht die muslimischen Gemeinden eine solche Mißbilligung hervorbringen, sondern allein die sich verschleiernden muslimischen Frauen sind gefragt, ob sie den Schleier tragen wollen oder nicht, ob sie es mißbilligen oder nicht.

Ginge es um die Gemeinden, wäre eine Mißbilligung wieder nur eine Fremdbestimmung; denn die sich verschleiernden Frauen machen schätzungsweise 5 % (plus minus x) der religiösen Muslime aus, aber sie sind diejenigen, die das Thema betrifft, nicht die 95 % (plus minus x), die entweder Männer sind oder keinen Schleier tragen. 

Wenn es uns wirklich um die Eigenständigkeit der "betroffenen Frauen" geht, dann müssen wir auch ihre Entscheidung akzeptieren. Es ist nicht wirklich viel gewonnen, wenn wir europäische Nichtmuslime uns zwar aus der Debatte heraushalten wollen und sie den muslimischen Gemeinden übertragen - aber nicht genug, wenn dann wieder zu 95 % andere über die "betroffenen Frauen" entscheiden sollen.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 25. Dezember 2010 um 15:50 Uhr
 

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