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Burkaverbot -
Was andere meinen
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Geschrieben von: Michael Molthagen
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Dienstag, den 14. September 2010 um 10:31 Uhr |
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Björn Zimprich interviewt für Al Sharq den Landesbeauftragten der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ägypten, Andreas Jacobs: Vollverschleierung in Ägypten - "Der Niqab wird nicht immer aus religiösen Motiven angelegt"
Der Artikel offenbart interessante, wenn auch subjektive Einblicke in die Debatte um die Komplettverschleierung in Ägypten.
Wenn Jacob, befragt nach Erkenntnissen aus der ägyptischen Diskussion für die Debatte in Europa, antwortet: "Das Ausmaß der Betroffenheit und die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind sehr unterschiedlich. Allerdings ist die ägyptische Niqab-Debatte anders als in Europa nicht von einer Islam- und Einwanderungsdebatte überlagert. Für die Ägypter ist klar, dass nicht jeder Niqab aus religiösen Gründen getragen wird und dass nicht jeder Gegner des Niqabs ein Gegner des Islams ist. In der europäischen Niqab-Diskussion sollte man daher weniger über Islam und Religionsfreiheit debattieren als vielmehr darüber, was rechtsstaatlich möglich, gesellschaftlich gewollt und politisch sinnvoll ist", so kann ich dem nicht zustimmen.
Ja, man kann vielleicht weniger über Islam debattieren, aber keinesfalls weniger über Religionsfreiheit. Diese muß auf jeden Fall über dem stehen, was "gesellschaftlich gewollt" und was "politisch sinnvoll" ist. Allenfalls die Frage nach dem, was "rechtsstaatlich möglich" ist, steht auf einer Stufe mit der Frage nach der Religionsfreiheit. Diese hat bei uns gewisse rechtsstaatliche Grenzen (immanente Einschränkungen) - aber niemals kann das Wollen der Gesellschaft oder das, was politisvch sinnvoll ist, in das Recht auf freie und ungestörte Ausübung der Religion eingreifen.
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