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Burkaverbot -
News
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Geschrieben von: Michael Molthagen
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Montag, den 19. Juli 2010 um 11:21 Uhr |
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Die syrische Regierung hat Medienberichten zufolge Lehrerinnen, Schülerinnen und Studentinnen an Schulen und Universitäten untersagt, ihr Gesicht zu verschleiern.
Das Verbot soll unter anderem zur Entlassung von rund 1.200 Lehrerinnen geführt haben, die sich geweigert haben, den Schleier abzulegen.
In Syrien nimmt die Zahl komplett verschleierter Frauen stetig zu, was von seiten der Regierung wie auch vieler Syrer kritisch gesehen wird.
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Kommentare
Nein.
Syrien ist ganz sicherlich kein Rechtsstaat in unserem Sinne, und Europa täte schlecht daran, sich Syrien zum Vorbild zu nehmen oder das Burkaverbot in Syrien auch nur ansatzweise als Feigenblatt heranzuziehen.
In Syrien herrschen auch sonst Bedingungen, die mit denen in Europa in keinster Weise vergleichbar sind. Wer ein Burkaverbot in Syrien und eines in Europa miteinander vergleichen will, der vergleicht Äpfel und Birnen.
Zudem geht es Syrien beim Burkaverbot nicht um solche schönen Dinge wie Menschenrechte, Gleichberechtig ung, die Würde der Frau, Sicherheitsinte ressen oder was sonst. Es ist eine politische Entscheidung, nicht eine zum Wohle der Frauen, der Gesellschaft, des Bildungswesens usw.
Letztlich will Syrien, daran sei auch erinnert, anders als die Mehrheit der Europäer und so mancher europäische Politiker, kein allgemeines Burkaverbot, sondern eines für Schulen und Universitäten. Das hat Europa ohnehin schon längst (für Schülerinnen, Studentinnen und Lehrerinnen) - da zieht Syrien jetzt nur mit Europa gleich, auch wenn es dabei ganz andere Interessen verfolgt als Europa.
Übrigens: In den frühen 80ern, als nicht einmal jede dritte syrische Frau Kopftuch trug, wollte die Regierung das verbieten lassen - massive Proteste haben das dann verhindert. Heute tragen von drei Frauen mehr als zwei ein Kopftuch.
Das dürfte sich jetzt nach dem Burkaverbot wiederholen - was allerdings dann auch etwas ist, was Europa ebenfalls erleben wird, je mehr die Verbote von Kopftüchern, Schleiern usw. um sich greifen. Doch mehr als nur das, was sich auf den Köpfen tut, ändert sich infolge solcher Verbote etwas in den Köpfen der Leute. Diese Verbote nutzen letztlich nur radikalen Islamisten, die es verstehen, diese Verbote für ihre Missionierung einzusetzen.
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