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Ein französischer Geschäftsmann hat Medienberichten zufolge Immobilien im Wert von rund einer Million Euro zur Verfügung gestellt, um mit dem Erlös einen Hilfs-Fond einzurichten, aus dessen Vermögen komplett verschleierte Französinnen die vom Parlament beschlossene Strafe bezahlen können.
In einem offenen Brief, der in verschiedenen französischen Zeitungen veröffentlicht wurde, erklärt der Geschäftsmann Rachid Nekkaz, das Burkaverbot sei verfassungswidrig - und jede Frau, die wegen der Verschleierung ihres Gesichts in der Öffentlichkeit mit einer Strafe belegt würde, könne zu ihm kommen, um Hilfe zu erhalten.
Das Motto des Fonds: Touche Pas À Ma Constitution - zu deutsch "Rühre meine Verfassung nicht an!"
Das Gesetz zum Burkaverbot sieht für Frauen, die sich komplett verschleiern, eine Strafe in Höhe von 150 Euro vor. Mit der einen Million, die Nekkaz zur Verfügung stellt, könnte diese Strafe immerhin rund 6.667-mal bezahlt werden - bei schätzungsweise 5 - 10.000 komplett verschleierten Muslimas in Frankreich reicht das Stifttungsvermögen allerdings nicht allzu weit, sollte jede von ihnen die Hilfe Nekkaz' in Anspruch nehmen.
Nekkaz sieht übrigens durchaus eine Notwendigkeit gegeben, die Komplettverschleierung an manchen Orten zu verbieten, so etwa auf Ämtern, in Behörden, Schulen usw.
Der Fond will ausschließlich Frauen helfen, die wegen ihrer Verschleierung bestraft werden - Männer, die ihre Frauen zur Verschleierung zwingen, was ihnen eine Strafe von 30.000 Euro und ein Jahr Haft einbringen kann (bei minderjährigen Frauen jeweils die doppelte Strafe), erhalten keine Hilfen aus dem Fond.
Update: Anderen Medienberichten zufolge soll die eine Million Euro des Fond nicht allein aus Immobilien-Veräußerungen Nekkaz' stammen, sondern auch aus privaten Spenden. Außerdem will Nekkaz dem Senat Nachhilfe in Staatsbürgerkunde verschaffen - wofür er 100.000 Euro investieren will.
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