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Im österreichischen Vorarlberg fordern Landespolitiker der Grünen, des BZÖ, der FPÖ und der SPÖ ein bundesweites Verbot der Komplettverschleierung.
Drei Abgeordnete der FPÖ haben gestern im Vorarlberger Landtag einen Antrag gestellt, der die Landesregierung auffordert, sich beim Nationalrat "für ein Verbot des Tragens der Burka im öffentlichen Raum" einzusetzen.
Dabei geht es den mehrheitlich katholischen Vorarlbergern natürlich nicht nur um die in Pakistan und Afghanistan verbreitete Burqa, sondern um jede Form der islamischen Komplettverschleierung, die von mehreren Politikern des Landes als "Instrument der Unterdrückung von Frauen" fehlgedeutet wird.
Die SPÖ sieht in der Komplettverschleierung zwar ein "herbeigeredetes Problem", stimmt dem Verbotsvorschlag der FPÖ aber zu.
In Österreich wären von dem angestrebten Verbot schätzungsweise 400 - 800 komplett verschleierte Frauen betroffen.
Im Landtag von Vorarlberg gibt es neben 20 Mitgliedern der ÖVP, die auch die Landesregierung stellen, 9 von der FPÖ, 4 von den Grünen und 3 von der SPÖ. Die BZÖ ist nicht im Vorarlberger Landtag vertreten. 3 Mitglieder des Landtages gehören zum Bundesrat, zwei von der ÖVP und einer von der FPÖ.
8,4 % der fast 370.000 Vorarlberger haben einen muslimischen Hintergrund, also gut 31.000 Personen. Schätzungsweise zwischen 20 und 40 der muslimischen Frauen in Vorarlberg sind komplett verschleiert.
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