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FIFA will Kopftuchverbot aufheben PDF Drucken E-Mail
Burkaverbot - News
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Freitag, den 28. Oktober 2011 um 09:55 Uhr

Wie die FAZ bereits gestern  berichtete, plant der Weltfußballverband FIFA das Kopftuchverbot für muslimische Spielerinnen aufzuheben.

In diesem Zusammenhang erklärt die FIFA das islamische Kopftuch zu einem kulturellen Symbol und will es ausdrücklich nicht als "religiöses Symbol" verstanden wissen.

In jedem Falle müsse ein Kopftuch Sicherheitsstandards entsprechen. Ebenso wichtig wie die Sicherheit der Frauen seien jedoch auch die Auswirkungen des Sports auf die Gesundheit der Frauen.

Man geht davon aus, daß die FIFA mit diesem Schritt insbesondere iranischen Spielerinnen entgegenkommen will, die von ihrer Regierung nicht die Erlaubnis erhalten, ohne Kopftuch zu spielen. Eine im letzten Jahr zwischen dem Iran und der FIFA ausgehandelte Kompromißlösung, nach der die Spielerinnen eine Art Mütze tragen, wurde vom Iran bereits in diesem Jahr wieder gekippt. Kritiker fürchten deswegen, daß eine Aufhebung des Kopftuchverbots dazu führen könnte, daß der Iran den Spielerinnen weitere Beschränkungen auferlegt, um den Konflikt auf dem Rücken der Frauen am Leben zu erhalten.

 

Kommentare  

 
# Hilflose Konstruktionsve rsucheAndreas 2011-10-28 16:39
Der Hijab ist kein religiöses Symbol wie es z.B. das christliche Kreuz darstellt.
Er ist schlicht und einfach ein Teil der islamischen Kleidervorschri ft.

Ergo ist es auch nicht, wie es im Artikel der FAZ dargestellt wird, das ''Bekleidungsdikt at'' irgendwelcher imaginärer religiöser Führer.

Ähnlich windig ist auch der Hinweis auf die Gefährlichkeit einer unter dem Kinn geschlossenen Kopfbedeckung.
Demnach wären wohl die beim American Football getragenen Helme der reine Selbstmord. Zudem meines Wissens Hemden auch keine Sollbruchstelle in Kehlkopfnähe haben.

Somit dürfte der Versuch das islamische Kopftuch in die Kulturecke verschieben zu wollen allenfalls die Hilflosigkeit derer zum Ausdruck bringen, die einerseits keinesfalls irgendetwas islamisches unterstützen wollen, andererseits aber gewissen Sachzwängen unterworfen sind.

Andersrum ausgedrückt:
Es sind lächerliche Klimmzüge.
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# Der richtige WegBernd 2011-10-30 09:34
Es ist unter Islam Gelehrten streitig, ob die Bedeckung Pflicht ist. Die FIFA liegt also gar nicht so falsch mit ihrem Verweis auf die kulturelle Komponenete. Wichtig ist unter dem Strich, dass sie es nicht länger verbieten und eine praxistaugliche Lösung finden. Die Menschen haben schon immer höchst unterschiedlich e Kulturen entwickelt, was ja auch positiv und bereichernd ist.
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# ?Andreas 2011-10-30 16:31
Wie kommst Du auf dieses schmale Brett?

Zumindest die Bedeckung des gesamten weiblichen Körpers, bis auf Gesicht und Hände, ist unter ausnahmslos allen Gelehrten absolut unstreitig.

Entweder Du verwechselst das mit der Verhüllung des Gesichtes, oder Dir wurde gewaltiger Blödsinn erzählt.
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# StimmtBernd 2011-10-31 02:36
Das Kopftuch, also die Bedeckung auch der Haare ist nicht unstreitig. (siehe Sure 24, 31.Da steht nichts von Haaren.) Ist aber auch egal denn die Fifa ist ein Fußballverband, der ein Zeichen für Toleranz setzen und sich nicht politisieren lassen will. Ich halte das für einen gescheiten Ausweg aus dieser vollkommen hoch geputschten Kopftuchfrage.
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# Sura 24,31Andreas 2011-10-31 12:30
Richtig.
Von Haaren steht da kein Wort.

Wohl aber das Wort khumur (Plural von khimar), welches am ehesten mit Kopftücher oder Schleier zu übersetzen ist.

Wenn also in einigen Übersetzungen zu lesen ist:

''..., und daß sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen ...'' oder
''...und sie sollen ihre Tücher über ihren Kleiderausschni tt ziehen ...''

so ist das lediglich eine reichlich nachlässige, interpretierend e Übersetzung, welche keineswegs den tatsächlichen Sinn wiedergibt. Wäre statt Tücher Kopftücher oder Schleier verwendet worden, wäre die Übersetzung auch näher am Original.
Letztlich ist jede Übersetzung eine Interpretation. Mithin kann sie das Original nicht, der beste Wille sei hier einmal unterstellt, korrekt wiedergeben.

Nebenbei ist dies nicht die einzige diesbezügliche Thematisierung im heiligen Qur'an.
Und im Übrigen werden allzu gerne die Ahadith vergessen, welche in ihrer Gesamtheit die Sunna des Propheten(saw) darstellen.
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