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In der im Nordosten der spanischen Baleareninsel Mallorca gelegenen Stadt Sa Pobla haben die Stadtverwaltung und der Gemeinderat ein Burkaverbot für den gesamten öffentlichen Raum beschlossen; Zuwiderhandlungen können verschleierte Frauen bis zu 3.000 Euro kosten.
Die Stadtverwaltung begründet das Verbot mit angeblichen Sicherheitsinteressen sowie der "Würde" und der "Rechte" von Frauen.
Die meisten Gemeinderäte haben dem Gesetz zugestimmt. Einige Oppositionspolitiker - meist Sozialisten - haben sich bei der Abstimmung enthalten.
In Sa Pobla leben derzeit gut 12.800 Einwohner. Beinahe jeder fünfte Einwohner hat einen Migrationshintergrund.
Eine einzige in Sa Pobla lebende Frau soll informierten Kreisen zufolge einen Gesichtsschleier ( Niqab) tragen, ob es sich dabei jedoch um eine Bürgerin mit Migrationshintergrund oder um eine zum Islam konvertierte Spanierin handelt, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.
Die Zahl der Einwohner mit arabischen Wurzeln soll in den letzten Jahren zugenommen haben. Dies führte bereits im Frühjahr während des Kommunalwahlkampfes zu Forderungen nach einem Burkaverbot im öffentlichen Raum.
Ob das Verbot auch andere "Masken" betrifft, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen.
Die Muslime nicht nur in Sa Pobla sehen in dem Verbot einen Angriff auf das friedliche ZUsammenleben.
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