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Burkaverbot -
News
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Geschrieben von: Michael Molthagen
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Montag, den 06. Juni 2011 um 19:49 Uhr |
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Die Islamische Republik Iran und der Weltfußballverband FIFA streiten auf dem Rücken iranischer Fußballerinnen um beim Spiel zugelassene Kleidung: Teheran besteht darauf, daß die Spielerinnen mit Kopftuch antreten, Offizielle der FIFA aus Bahrain verbieten das - und führen hierzu Sicherheitsgründe an, ohne Fachleute mit diesem Argument überzeugen zu können.
Anlaß des erbittert geführten Streites ist das Qualifikationsspiel gegen Jordanien für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr. In der Vergangenheit haben Teheran und die FIFA einen Kompromiß ausgehandelt: Kappen für die Damen.
Die Fußballerinnen selbst haben keine Wahlfreiheit und stehen zwischen den Fronten - und können nicht auf das Feld.
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Kommentare
Betrachtet man jedoch die Vorgehensweise des verbrecherische n Regimes in Bahrain gegen die Schiiten im eigenen Land, wird sehr schnell deutlich woher der Wind weht.
Eine Freiheit, das Kopftuch zu tragen, gibt es für Frauen dort auch nicht; denn wer keine Wahl hat, hat auch keine Freiheit.
Also sind die iranischen Frauen zweimal Opfer von Unfreiheit - einmal seitens ihrer eigenen Regierung, die ihnen die Freiheit nimmt, sich für oder gegen das Kopftuch zu entscheiden, dann seitens der FIFA, die ihnen die Freiheit nimmt, an dem Spiel teilzunehmen.
Die FIFA wollte wohl den Iran reglementieren - bestraft hat sie aber die iranischen Frauen.
Wie dem auch sei: Hier zeigt sich, wie ähnlich sich Iran und Frankreich (oder auch Belgien) sind - in beiden Ländern haben Frauen im Hinblick auf ihre Kopfbedeckung keine Freiheit, weil ihnen die Wahl genommen wird.
Alle Vergleiche hinken. Dieser ganz besonders.
Im Gegensatz zu Frankreich ist der Iran kein säkularer, sondern ein Islamischer Staat.
Der Hijab ist wajib (obligatorisch) . Für ausnahmslos jede Muslima.
Entscheidet sie sich dagegen, dies soll ihr, im Gegensatz zur im Iran vorherrschenden Überzeugung, unbenommen bleiben, interpretiert sie den Qur'an und die Sunna des Propheten (saw) in einer Weise, die sie außerhalb der Umma stellt.
Für die Frauen in beiden Ländern sind die Probleme die gleichen: Sie haben keine Wahl, mithin keine Freiheit.
Immerhin wende ich mich hier ja an Befürworter von Burkaverboten und möchte ihnen darlegen, daß jene Staaten, in denen es solche Verbote gibt - derzeit Frankreich und Belgien, weitere werden wohl folgen -, sich nicht wirklich von Staaten wie dem Iran unterscheiden - die Frauen sind hier wie da unfrei.
Und wenn wir hier religiöse Kleiderregeln haben, können wir nicht beispielsweise den Iran kritisieren, ohne uns zurecht vorwerfen zu lassen, wir säßen steinewerfend im Glashaus.
Letztlich liegt es also im Auge des Betrachters, ob der Vergleich hinkt...
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