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Während eines Staatsbesuchs in Katar hat Bundespräsident Christian Wulff (CDU) das Burkaverbot an deutschen Schulen verteidigt.
Medienberichten zufolge erklärte Wulff, die "bewußte Entscheidung" einer Frau, ihr Gresicht zu verschleiern, "kollidiere" mit dem Anspruch des Staates, die Kinder zu bilden. Der Staat sei darüber hinaus zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet, der Schleier stelle die Gleichstellung von Mann und Frau infrage, und im Übrigen gehöre es zu einer "offenen Gesellschaft", das Gesicht zu zeigen.
An dieser Stelle sei daran erinnert, daß der im Hinblick auf die Burkadebatte rapide an Popularität zulegende Slogan "Gesicht zeigen" im Grunde genommen ein Plagiat darstellt.
"Gesicht zeigen!" - diese Forderung hat bis zum Aufkommen der Burkadebatte nichts anderes bedeutet, als Offenheit zu signalisieren - und zwar insbesondere gegen Intoleranz, Xenophobie, radikale Gesinnungen wie Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.
Kommentar: Indem Wulff & Co. diese Forderung für die Burkadebatte plagiieren, entleeren sie sie ihrer eigentlichen Bedeutung, übereignen sie in gewisse Weise den Xenophoben.
Gesellschaftspolitisch ist dieses Plagiat eine Katastrophe - und erheblich schlimmer als die in weiten Teilen plagiierte Dissertation des Verteidigungsministers.
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