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www.Burkaverbot.de PDF Drucken E-Mail
Über uns - www.Burkaverbot.de
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Montag, den 15. März 2010 um 16:22 Uhr

www.Burkaverbot.de ist eine Webseite, die sich mit der aktuellen Kopftuchdebatte und insbesondere mit bestehenden und drohenden Burkaverboten in Deutschland, aber auch darüber hinaus beschäftigt. Sie möchte dazu beitragen, die Debatten und Diskussionen zu versachlichen, indem sie nützliche Informationen beisteuert. Ein Diskussionsforum bietet die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Diese Webseite ist im März 2010 aus der privaten Home  www.molthagen.de von Dr. Kerstin Molthagen und Michael Ohlhus-Molthagen hervorgegangen und steht in enger Verbindung zur "Mutterseite".

Wir vertreten keineswegs die Auffassung, es sei für Frauen sinnvoll, empfehlenswert oder sogar verpflichtend, ein Kopftuch oder einen Schleier zu tragen - wir treten jedoch ohne jede Einschränkung für das Recht auf die Verschleierung ein, wenn eine Frau dies aus religiösen Gründen wünscht.

Ein Verstoß gegen dieses Recht ist aus unserer Sicht eine Verletzung der Menschenwürde und der Menschenrechte (Recht auf Selbstbestimmung, auf Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit).

Menschenwürde und Menschenrechte sehen wir allein in der Verfügungsgewalt des Individuums, ohne daß Artikel 3 Grundgesetz [Gleichheit vor dem Gesetz] und hier vor allem Absatz 2 (Männer und Frauen sind gleichberechtigt) dieses Rechtsgut ganz oder teilweise außer Kraft setzen könnte.

Die Betreiber sind keine Muslime, sondern evangelisch-freikirchliche Christen ( Baptisten), denen die allgemeine Religionsfreiheit ein wichtiges Anliegen ist.

Wir glauben, daß Christen besonders dazu aufgerufen sind, sich für die Rechte und Freiheiten Anderer einzusetzen - nicht zuerst für die Rechte und Freiheiten der Christen, sondern z.B. der Muslime.

Wir glauben auch, daß weder eine massive Christenverfolgung durch einige Menschen und Länder muslimischen Hintergrundes noch ein etwaiges Schweigen vieler hiesiger muslimischer Verbände und Einzelpersonen zu diesen Schrecken die christliche Pflicht, sich für die Religionsfreiheit der Muslime einzusetzen, einschränken oder gar aufheben kann.

Wir glauben schließlich, daß niemand sich das Recht, seine Religion frei und ungestötrt auszuüben, etwa durch soziales Wohlverhalten verdienen muß oder die Religionsfreiheit einen Orden für staatsbürgerliche Treue darstellt. Die Gewährung von Religionsfreiheit darf nicht an Gegenleistungen geknüpft werden.

Welche Auffassungen wir teilen und verteidigen und welche nicht

Wir teilen nicht alle Auffassungen jener Muslime, die das Tragen des Kopftuches oder des Schleiers befürworten oder praktizieren (etwa Salafi bzw. Wahhabiten). In vielen Dingen sind wir anderer Meinung, und in manchen Dingen sind wir gegenüber solchen Auffassungen nicht einmal "tolerant".

Wir verteidigen das unveräußerliche Recht muslimischer Frauen, Kopftuch und auch Schleier tragen zu dürfen, aber es gibt Äußerungen aus den Kreisen Kopftuch und Schleier befürwortender Muslime, die wir entschieden ablehnen und keinesfalls verteidigen, gutheißen oder unterstützen werden.

Das Tuch auf dem Kopf und die Gedanken im Kopf sind jedoch zwei verschiedene Bereiche, die nicht miteinander vermischt werden dürfen. Dies gilt um so mehr, weil viele Muslime, die das Tragen des Schleiers befürworten oder praktizieren (wollen), extremistische Gedanken ebenso ablehnen. Sie sind oft genug selbst Opfer von Extremisten, und im Falle eines Burkaverbotes würden sie zu Unrecht bestraft werden.

Letztlich aber würde ein Burkaverbot mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, daß diejenigen Muslime, die ihren Glauben konsequent und auch mit Schleier leben und sich in unsere Gesellschaft integrieren wollen, in das Lager der "Gegenseite" getrieben werden.

Burkaverbote wirken wie Kopftuchverbote eher integrationshemmend als integrationsfördernd, und ohnehin muß bezweifelt werden, daß sie irgend eine positive Wirkung für die Muslimas oder für die Gesellschaft hätten. Sie fördern weder die Gleichberechtigung noch die Würde der Frau, sie führen nicht zu einem selbstbestimmten Leben der Frauen, egal ob sie nun zum Verschleiern gezwungen werden (und dann das Haus gar nicht mehr verlassen dürften) oder dies freiwillig tun, sie verbessern nicht die Sicherheitslage, sie integrieren nicht mehr muslimische Frauen in das Berufsleben.

Sie bringen lediglich Politikern mehr Stimmen von rechtspopulistischen, rechtsextremistischen sowie islamophoben Wählern - kurzfristig.

Alles Burka oder was?!

Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, daß wir selbstverständlich wissen, daß sich die aktuelle Debatte nicht um die Burqa dreht, sondern vor allem um den Niqab, daneben auch um den Tscharschaf und einige andere Formen der Komplettverschleierung.

Daß diese Webseite dennoch www.Burkaverbot.de heißt und nicht etwa www.Niqabverbot.de, ist der Tatsache geschuldet, daß der Begriff "Burka" in Deutschland und darüber hinaus mittlerweile der Standardbegriff für die islamische Komplettverschleierung ist.

Begriffsbestimmung

Dementsprechend bedeutet der Begriff "Burka", wenn er auf dieser Webseite verwendet wird (jedenfalls im redaktionellen Teil) immer jede Form der Komplettverschleierung.

Wo tatsächlich die afghanische, pakistanische o.ä. Burqa gemeint ist, wird diese auch so, mit dem "q", geschrieben.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 25. März 2012 um 14:36 Uhr
 
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