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Die muslimische Frau, die nach ihrer Elternzeit verschleiert an ihren Arbeitsplatz im Bürgeramt der Stadtverwaltung Frankfurt zurückkehren wollte, was ihr jedoch verwehrt wurde, hat aufgegeben und Medienberichten zufolge einen Auflösungsvertrag mit der Stadt unterschrieben. Eine Abfindung wird die Frau scheinbar nicht erhalten.
Der Druck, der von Seiten der Medien, der Politik, der Vorgesetzten, der islamischen Verbände usw. auf die Frau ausgeübt wurde und teilweise in übelsten und hier und da braun eingefärbten Gesinnungsterror umgeschlagen ist, war offensichtlich zu groß für die 39-jährige Deutsche mit marokkanischen Wurzeln, die in der Stadtverwaltung als zuverlässige Mitarbeiterin bekannt war und sich nun plötzlich im Mittelpunkt eines jede Verhältnismäßigkeit aus den Augen verlierenden Medienrummels fand, ohne jede ernstzunehmende Unterstützung, ohne daß man - von wenigen Ausnahmen abgesehen - versucht hätte, Verständnis für die Frau aufzubringen.
Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) dankte für die "Unterstützung" - die freilich nicht zuletzt von Islamophoben, Rechtspopulisten und Rechtsextremisten kam, die nun sicherlich voll des Lobes für die Akteure der Affäre sind, angefangen bei denen, die den Vorfall in der Presse unnötig aufgebauscht haben. Daß es nun zu Selbstkritik bei den Akteuren kommt, ist wohl eher nicht zu erwarten.
Erschreckend ist, wie manche Leute nun, da die Frau aufgegeben hat, noch einmal kräftig nachtreten und die schon im Überfluß veröffentlichten bösartigen Vorverurteilungen und haltlosen Unterstellungen wiederkäuen.
Viele werden nun aus dem Geschehen die Lehre ziehen: Mit verschleierten Frauen kann man machen, was immer man will - auch das menschlich betrachtet verachtenswerteste Verhalten, komme es nun von Politikern, Journalisten, Vertretern muslimischer Verbände und Organisationen oder wem sonst, bleibt ohne Folgen, Unterstellungen, Verleumdungen, Falschdarstellungen haben keine Konsequenzen.
In diesen Tagen sind verschleierte Frauen derjenige Personenkreis in unserem Land, dem am Übelsten mitgespielt wird, dem keinerlei Achtung und Respekt entgegengebracht wird.
Niemals zuvor haben wohl so viele Menschen über so wenige gesprochen, während gleichzeitig so wenige Menschen mit ihnen gesprochen haben.
Deutschland, ich bin erschüttert, ich schäme mich für dieses Land, für diese "christliche" Gesellschaft, die ihre Werte verraten hat. Ich schäme mich beispielsweise für Journalisten, denen es nur um Auflage ging, für Politiker, denen es nur um Stimmen ging, für Verbände, denen es nur um die Gelegenheit geht, Punkte zu machen, für Kirchen, die nicht den Mut hatten, Stellung zu beziehen und für die Religionsfreiheit einzutreten.
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Kommentare
So deutlich hat wohl noch niemand die Frau auf ihren Schleier reduziert.
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