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Laut einem Bericht von ZEIT ONLINE war einer der beiden mutmaßlichen Attentäter vom Moskauer Flughafen Domodedowo "eine Frau mit Koffer und Burka". Ein Augenzeuge will eine Frau "in langer schwarzer Oberbekleidung in der Art einer Burka" gesehen haben - was auch immer das heißen soll, bedenkt man, was alles mit dem mittlerweile zum generischen Begriff entstellten Wort "Burka" gemeint ist, ohne daß sogar jedes Mal das Gesicht verschleiert wäre.
Die als " schwarze Witwe" bezeichnete Frau könnte natürlich nichts davon gewußt haben, was sich in ihrem ihr möglicherweise untergeschobenen Koffer befand - was allerdings eher unwahrscheinlich ist, weil sie wohl mit dem Öffnen des Koffers die Explosion ausgelöst hat (es sei denn, es fand gerade eine Kontrolle statt).
Daß manche der Frauen allerdings ahnungslos sind, zeigte sich etwa 2002 am Beispiel der erst 15-jährigen Sarema Inarkajewa, die mit einer in einer Sporttasche deponierten Bombe losgeschickt wurde. Andere Attentäterinnen waren allerdings in die Terrorpläne eingeweiht, auch wenn sie meist unter Druck oder Zwang gehandelt haben.
So, wie sich der Tathergang von Domodedowo bisher darstellt, diente der Schleier, den die Frau möglicherweise getragen hat, jedenfalls nicht der Verdeckung ihrer Identität. Auch ohne Schleier wäre dieses schreckliche Attentat wohl genau so geschehen, wie es nun einmal geschehen ist.
Der Ruf nach einem Burkaverbot läßt sich mit diesem Anschlag nicht untermauern (und müße dann ja ebenso der Ruf nach einem Kofferverbot sein, weil die mutmaßliche Täterin die Bombe nicht unter ihrer Kleidung, sondern in einem Koffer verborgen hatte).
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Kommentare
Von einer verschleierten Frau und einem Koffer, der beim Öffnen explodiert sei, ist derzeit nicht mehr die Rede.
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