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Am morgigen Mittwoch hört der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages in einer öffentlichen Sitzung verschiedene Sachverständige zum Thema Religionsfreiheit und europäische Identität an, dabei geht in einer Frage auch um ein Burkaverbot:
"Wo liegen die Grenzen für die freie Ausübung der Religions- und Glaubensfreiheit in Europa und wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang die derzeitigen Diskussionen sowie Maßnahmen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit (Verbot des Baus von Minaretten in der Schweiz, Verbot der Burka in Belgien, Billigung des Burkaverbots am 14. September 2010 durch den französischen Senat etc.)?"
Diese und andere Fragen der Mitglieder des Ausschusses sollen Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher, evangelikaler Theologe und Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit, Prof. Ursula Spuler-Stegemann, Islamwissenschaftlerin in Marburg, Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit, Erlangen, Prof. Dr. Mathias Rohe, Richter a.D. und Islamwissenschaftler, Erlangen, Prof. Dr. Rosemarie Will, Humanistische Union, und Dr. Navid Kermani, Schriftsteller und Orientalist, beantworten.
Die Südwestpresse hat in diesem Zusammenhang Prof. Rohe zum Burkaverbot interviewt - den Aussagen Rohes kann ich weithin wenig Positives abgewinnen. So führt Rohe das Thema "Sicherheitsinteressen" in die Diskussion ein, was m.E. völlig in die Irre führt. Ein Burkaverbot, sei es generell oder nur an bestimmten Orten, verbessert in keinem Fall die Sicherheitslage, schafft im Gegenteil eher ein trügerisches Gefühl der Sicherheit. Auch sonst sind Rohes Äußerungen zur Verschleierung so gut wie nicht von Respekt und Höflichkeit geprägt - und auch nicht von Verständnis und Einfühlungsvermögen.
Ich bin auf die Äußerungen Schirrmachers und Spuler-Stegemanns zur Frage bezüglich der Burkaverbote gespannt - sind die beiden doch diejenigen Sachverständigen, die mir zumindest im Hinblick auf christliche Überzeugungen am nächsten stehen.
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