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Burkaverbot -
Blog
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Geschrieben von: Michael Molthagen
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Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 13:07 Uhr |
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Es ist schon merkwürdig - als ein gewisses weltweit agierendes Intetrnet-Unternehmen seine Autos durch Europas Straßen schickt, um nicht nur Fotos aufzunehmen, sondern auch WLAN-Zugangspunkte zu erfassen, wird allseits die "WLAN- Burka" gefordert. Datenschutz gehe halt vor - auch wenn dabei keinerlei persönliche Daten erfaßt wurden -, jeder hat das Recht, seinen WLAN-Zugang zu "verschleiern". Das wäre ja noch schöner, wenn man jeden WLAN-Zugang im Internet sichtbar machen könne...
Was aber WLAN-Benutzer für sich einfordern, will man Frauen nicht zugestehen. "Datenschutz" gilt zwar für WLAN-Zugangspunkte, nicht aber für Frauen.
Dabei könnte man etwa die von Befürwortern eines Burkaverbotes oft angeführten "Sicherheitsinteressen" ganz leicht auf WLAN-Zugangspunkte ausdehnen. Wer weiß denn schon, was da im WLAN vor sich geht?
Es ist jedenfalls merkwürdig, daß niemand ein Problem mit der Verschleierung von WLAN-Zugangspunkten hat und ein "Erschnüffeln" derselben weitreichende Proteste hervorbringt, während muslimische Frauen nicht das gleiche Recht auf Privatsphäre erhalten. Nein, die "Googles" auf zwei Beinen wollen bei den Muslimas frei herumschnüffeln können, solange nur die Verschleierung ihrer WLAN-Zugänge gewährleistet bleibt.
Offenbar hat in unserer Gesellschaft das Recht auf die Verschleierung von WLAN-Zugangspunkten ein höheres Gewicht und darf auf ein größeres Verständnis hoffen als das Recht muslimischer Frauen auf ihren Schleier.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 30. Juli 2010 um 11:00 Uhr |
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