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Burkaverbot - Blog
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Donnerstag, den 06. Mai 2010 um 08:34 Uhr

... daß jene Räuber, die von Kopf bis Fuß verschleiert Banken ausnehmen, Geld- und Werttransporte überfallen, Juweliere heimsuchen usw. zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen - zum einen ihren Lebensunterhalt verdienen, zum anderen ihren Protest gegen die Verschleierung und für ein Burkaverbot ausleben?

Bei der Aufmerksamkeit, die eine Person unter einem Schleier erregt - und unter dem Schleier fallen denn auch Männer schnell auf -, ist es euigentlich unsinnig, sich ausgerechnet mit einem Schleier zu maskieren wie jüngst eine Bande in Frankreich oder ein Räuber in Australien.

Außerdem sind diese Räuber und Diebe und Betrüger ja nicht gewohnt, sich in einer Burka zu bewegen, was bei der Flucht ein nicht kalkulierbares Risiko darstellt. Vergessen wir nicht das laut Medienberichten erheblich eingeschränkte Sichtfeld. Oder die Gefahr, von Rechtsextremisten angegriffen zu werden, im besten Fall ein heruntergerissener Schleier, im schlimmsten Falle Schläge. Oder auch nur ein Strafzettel wegen "Burka am Steuer".

Es tut mir wirklich leid, aber wäre ich ein Räuber, wäre mir der Aufwand mit einem Schleier zu groß, wären mir die Risiken zu unkontrollierbar. Es gibt sehr viel einfachere Möglichkeiten, sich dem Erkanntwerden zu entziehen.

Wie dem auch sei, die Raubüberfälle hierzulande, die unter dem Schleier geschehen, lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. Das deutet ja schon darauf hin, daß die meisten Diebe, Betrüger und Räuber die von den Medien und Befürwortern eines Burkaverbotes vorgeschlagene Berufsbekleidung für Verbrecher offensichtlich für eher kontraproduktiv halten.

Wer es dann doch tut, der muß einen guten Grund dafür haben - und da fällt mir dann wirklich nur ein, daß diese Person die Verschleierung mit einem negativen Aspekt in die Presse bringen will. Würde also hierzulande jemand mit einem Schleier eine Bank, einen Juwelier, einen Geldtransporter oder was sonst überfallen, würde ich mich bei der Fahndung aurf die bei Polizei und Verfassungsschutz bekannten Islamophoben beschränken, die am lautesten ein Burkaverbot fordern, angefangen bei Politically Incorrect & Co. Kaum anzunehmen, daß man dort nicht fündig werden würde.

Speziell in Frankreich würde ich aber auch nicht darauf wetten, daß hinter einem solchen Raubüberfall nicht eine von höchster Stelle angeordnete Maßnahme steht, die die Notwendigkeit eines Burkaverbotes verdeutlichen soll. Bis heute wirft etwa der Fall der verschleierten, angeblich in Polygamie lebenden und angeblich zu Unrecht Sozialhilfe beziehenden Autofahrerin "Anne" in Nantes Fragen nach der Rolle der Politik in dieser Schmierenkomödie auf.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. Mai 2010 um 08:35 Uhr
 

Kommentare  

 
# 15 Überfälle mit Burka...Michael Molthagen 2010-05-06 10:33
... habe ich für die Jahre 2007 - 2010 im Westen (USA, Australien, Europa) ausmachen können.

15 Überfälle in etwa 3 1/2 Jahren, das wären 4 1/3 Überfalle pro Jahr - im gesamten Westen.

Nehmen wir einmal an, an jedem Überfall wären 5 verschleierte Personen beteiligt gewesen und jede dieser 75 Personen wäre eine Schleier tragende Muslima (was nicht der Fall ist). Nehmen wir weiter an, im Westen leben 15.000 verschleierte Frauen (es sind tatsächlich sehr viel mehr - wir reden hier von Europa, Australien und den USA). Dann würden die 75 Räuberinnen gerade einmal 0,5 % der komplett verschleierten Muslimas ausmachen.

Interessant wäre nun noch herauszufinden, wie viele Überfälle es im Westen seit 2007 gab. Dann könnte man ausrechnen, auf wie viele Überfälle einer mit Burka kommt. Der Prozentsatz dürfte extrem niedrig ausfallen.

Mit anderen Worten: Hier geht es nicht um ein wirkliches Problem.
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