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Wer die Burka oder auch das Kopftuch verbietet, der legitimiert damit das Vorgehen jener, die Frauen dazu zwingen wollen, ein Kopftuch oder einen Schleier zu tragen.
Und wer die Burka oder das Kopftuch verbietet, der bringt damit genau das in die staatlichen Gesetzbücher und Gerichtssäle, was manch ein religiöser Extremist dort gerne hätte: Bekleidungsvorschriften. Im Prinzip bereiten Kopftuch- und Burkaverbote hier und anderswo religiös motivierten Bekleidungsvorschriften den Weg.
Wer es ablehnt, daß in manchen Ländern Kopftuch oder Schleier getragen werden muß, wer es ablehnt, daß in anderen Ländern freizügige Kleidung - und sei es nur ein Minirock oder ein ärmelloses Top oder auch offenes Haar - verboten ist, der verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn er hierzulande Kopftücher und Schleier verbieten und die Frauen zwingen will, "oben ohne" herumzulaufen.
Wie können wir nur glauben, wir könnten Länder wie den Iran oder Saudi-Arabien wegen ihrer strengen Bekleidungsvorschriften zur Umkehr und zum Einhalten der Menschenrechte bewegen, wenn wir es zwar anders machen als sie, aber nicht besser? Wenn muslimische Schülerinnen bei uns ohne Kopftuch lernen müssen, wenn komplett verschleierte Frauen unter Hausarrest gestellt werden?
Daß wir die Burka und das Kopftuch verbieten, gehört mit zu dem Besten, was religiösen Hardlinern passieren kann. Es bereitet ihnen den Boden für ausufernde Bekleidungsvorschriften und nimmt uns jede Möglichkeit, zur Zurückhaltung aufzurufen und für die Rechte der Frauen einzutreten.
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