|
Vor allem in Belgien und Frankreich drohen umfassende Burka-Verbote - wie kann sich die komplett verschleierte Muslima gegen diese Einschränkung ihrer Freiheit zur Wehr setzen?
Eine Möglichkeit bietet natürlich die umfassend anerkannte Feinstaub- und sonstige Umweltbelastung in Europa. Gerade in Umweltzonen sollte man nicht mehr ohne einen zuverlässigen Mundschutz aus dem Haus gehen, um die eigene Gesundheit zu schützen.
Atemschutzmasken schützen natürlich auch vor Infektionen wie der Schweinegrippe (vor allem in Kombination mit Handschuhen). Oder, brandaktuell, vor den Aschewolken infolge von Vulkanausbrüchen, aufgrund derer Experten gerade jetzt besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen raten, Aktivitäten im Freien einzuschränken.
Und man bekommt diese Niqabs Masken in jeder Apotheke. Wie kann etwas, das man in jeder Apotheke bekommt, ohne daß es verschreibungspflichtig wäre, eine Gefahr darstellen?
Nein, dieser Vorschlag ist nicht wirklich ernst gemeint.
Aber möglicherweise bleibt dies der einzige Ausweg für Niqaabis in Belgien und Frankreich, sobald die drohenden Burkaverbote umgesetzt und falls diese nicht von den Gerichten wieder kassiert werden. Zumal es schwierig sein dürfte, Menschen, die angesichts der allseits bekannten Belastung unserer Umwelt mit Feinstaub etc. pp. einen Mundschutz tragen, diesen zu verbieten. Entweder sind Feinstaub & Co. gesundheitsgefährdend und jeder darf sich also nach eigenem Ermessen dagegen schützen - oder aber ein Schutzverbot in Gestalt eines Verbotes, eine medizinische Schutzmaske zu tragen, würde letzten Endes bedeuten, daß der Feinstaub doch nicht so gefährlich ist.
Natürlich sind auch noch andere Möglichkeiten denkbar, um mit den Mitteln der Satire, der Ironie und des beißenden Spotts drohende Burkaverbote zu umgehen. So sieht Belgien ja vor, daß die "Vermummung" dann erlaubt bleibt, wenn sie aus beruflichen Gründen erforderlich ist. Warum also sollten muslimische Verbände nicht Frauen einstellen, die z.B. zu wissenschaftlichen Zwecken in der Öffentlichkeit einen Niqab tragen, um etwa zu prüfen, wie sich dieser allein oder in Kombination mit einer Atemschutzmaske auf die Belastungen durch Feinstaub usw. auswirkt. Die Frauen würden täglich einen Bericht abliefern und dafür bezahlt werden - und schon würden sie in Übereinstimmung mit dem Gesetz auch weiterhin ihren Niqab tragen.
Auch Richard Dawkins hat mich auf eine Idee gebracht - eigentlich seine Meme (eine Theorie, zu der mir ein Satz von Chesterton einfällt, den ich aus dem Gedächtnis zitieren möchte: "Wenn der Mensch nicht mehr an Gott glaubt, glaubt er nicht etwa an nichts, sondern an alles..."). Bisher ist ja nicht geklärt, wie Meme übertragen werden. Möglicherweise werden sie über die Luft übertragen, und gefährliche Burka-Meme kommen etwa aus dem Mund einer komplett verschleierten Frau. Wäre es also nett von den Niqaabis, die Verbreitung der Burka-Meme durch einen Niqab einzuschränken? Sollte man darum nicht die Verbreitung des Niqab fördern? Falls der Niqab die Verbreitung der Burka-Meme nicht verhindert, kann er aber die Verbreitung dieser Meme auch nicht fördern; denn Meme sitzen sicherlich nicht im Stoff. Der Niqab kann also nicht schaden. Und vielleicht wirkt es ja auch als Plecebo, wenn die Leute denken, "ah, ein Niqab, also bin ich sicher vor den Memen dieser Burka-Frau".
|
Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß Ihr Kommentar erst vom Webmaster freigeschaltet werden muß, um unerwünschte Werbung zu verhindern. Die Freischaltung erfolgt so schnell wie möglich.