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Zum tragischen Unfalltod einer Muslima im australischen Port Stephens PDF Drucken E-Mail
Burkaverbot - Blog
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Montag, den 12. April 2010 um 18:29 Uhr

Im australischen Port Stephens ist eine junge Muslima, die 26-jährige Mariam Dadoun, Mutter zweier Kinder, bei einem tragischen Unfalltod in einer nicht zugelassenen Go-Kart-Bahn ums Leben gekommen, als sich ihr Schleier in einer Achse des Wagens verfangen hatte, was zu schwersten Verletzungen führte.

Wie nicht anders zu erwarten war, haben zahlreiche Leute im Dunstkreis von "Politically Incorrect" & Co. diesen Unfall bejubelt und zum Anlaß genommen, gegen die Verschleierung muslimischer Frauen zu wettern.

Dazu einige kurze Anmerkungen:

  1. Die verschiedenen Medien sind sich nicht einig, was für einen Schleier die junge Frau trug. Es ist abwechselnd von einer " Burka", einem " Hijab", einem " Tscharschaf", einem Kopftuch usw. die Rede (eine Schweizer Zeitung schreibt gar "Hadschib")
  2. Der Unfall hätte ebenso gut mit einem langen Schal o.ä. passieren können, auch mit langen Haaren
  3. Die Go-Kart-Bahn war Medienberichten zufolge nicht zugelassen, der Unfallwagen entsprach nicht den Sicherheitsbestimmungen
  4. Tag für Tag fahren Tausende Frauen mit Schleier auf Go-Kart-Bahnen, ohne daß ihnen etwas zustößt
  5. Bei Unfällen in Vergnügungsparks u.ä.  kommen Jahr für Jahr etliche Menschen ums Leben, die keinen Schleier tragen

Davon abgesehen, ist es einfach unerträglich, zu was für Äußerungen sich die Islamophoben mehrheitlich hinreißen lassen - eine Lektüre etwa der Kommentare bei "PI" unter einem Beitrag zu diesem Unfall zeigt einen Abgrund menschlicher Verderbtheit, den man kaum ermessen kann. Aber auch die Kommentare in anderen Medien sind erschreckend, speziell, wenn der Schleier als "Burka" bezeichnet wird - die Burkophobie reißt viele Burkophobe zu den übelsten, menschenverachtendsten Kommentaren hin.

Auch die Auswahl vieler Medien, was den Inhalt der Nachricht betrifft, ist erschreckend. Von einer "Burka" zu schreiben ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch - und etwa die fehlende Zulassung der Bahn und die nicht eingehaltenen Sicherheitsbestimmungen nicht zu erwähnen ist mehr als bedenklich.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. April 2010 um 18:48 Uhr
 

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