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Lale Akgün fordert deutsches "Burka-Verbot" PDF Drucken E-Mail
Burkaverbot - Blog
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 13:03 Uhr

Die einstige SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün hat ein "Verbot der " Burka" in Deutschland gefordert: "Die Burka ist ein Ganzkörpergefängnis, das die Menschenrechte tief verletzt", soll Akgün gesagt haben, "es wäre ein wichtiges Zeichen, die Burka in Deutschland zu verbieten", wenigstens an einigen Orten, etwa Schulen, Universitäten und "sicherheitssensible Orte".

Vermutlich meint Akgün nicht allein die Burqa, sondern jede Form der Komplettverschleierung, aber wie bei vielen anderen Kritikern der Verschleierung sind auch ihre Äußerungen zu diesem Thema von fehlender Sachkenntnis geprägt, was ihre Forderung mehr in den Bereich von Hexenprozessen denn sachlicher Politik verweist.

Ein Verbot an "sicherheitssensiblen Orten" freilich geht auf einen Generalverdacht gegen komplett verschleierte Frauen zurück, die damit kriminalisiert werden.

Es ist nicht wirklich erstaunlich, daß diese Forderung aus dem Lager der Linken kommt, was beweist, daß auch derjenige auf Kurs von "PI", "Akte Islam", "Pro Köln" usw. sein kann, der nicht "rechts" ist.

Union und FDP wollen scheinbar von einem Verbot der Komplettverschleierung nichts wissen, fordern aber deren "Ächtung"."Ächtung" freilich ist in gewisser Weise noch viel schlimmer als ein Verbot; bedeutet "Ächtung" doch, jemanden aus der Gemeinschaft auszustoßen (eine Person unter der "Acht" wurde auf kaiserliches Geheiß vom Rechtsschutz ausgeschlossen und war damit vogelfrei).

Bei der SPD und bei den Grünen ist man, was ein Verbot der Komplettverschleierung betrifft, weithin zurückhaltend, aber Lale Akgün ist bei weitem nicht die einzige aus dem linken Block, die für ein "Burka-Verbot" eintritt.

Auffallend ist aber, daß die Politik kaum bereit ist, weder links noch rechts oder in der Mitte, die Religionsfreiheit ausdrücklich auch für komplett verschleierte Frauen zu verteidigen.

Akgün spricht von einem "Ganzkörpergefängnis" und davon, daß die "Menschenrechte tief verletzt" würden. Lassen wir einmal außer acht, daß diese Wortwahl ziemlich merkwürdig ist und mit gutem Deutsch wohl eher wenig zu tun hat - Beweise für ihre Aussagen weist Akgün nicht vor, sie liegen damit auf dem Niveau von "Glaubensaussagen" und sind nicht geeignet, in eine sachliche Diskussion eingebracht zu werden.

Eine Verletzung der Menschenrechte liegt nicht auf Seiten der komplett verschleierten Frauen vor, sondern auf Seiten Lale Akgüns, die den Frauen die Freiheit der Wahl nehmen will. Ohne diese Wahlfreiheit gibt es aber keine Freiheit mehr, für niemanden, nur mehr Zwang.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 26. Februar 2010 um 17:30 Uhr
 

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