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Menschenrechtsfeindliche Äußerungen aus dem "Institut für Menschenrechte" PDF Drucken E-Mail
Burkaverbot - Blog
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Donnerstag, den 31. Dezember 2009 um 19:52 Uhr

In einem Externer Link Interview mit der "taz" erklärt der Theologe und Direktor des "Institutes für Menschenrechte", Heiner Bielefeldt:

"Die Burka ist tatsächlich frauenfeindlich und unerträglich. Dass eine Frau gehindert wird, ihr Gesicht zu zeigen, nimmt ihr die Individualität. Das ist mit der Religionsfreiheit keinesfalls zu rechtfertigen."

Dieser als "Menschenrecht" getarnte Anschlag Bielefeldts auf komplett verschleierte Frauen ist nur schwer zu ertragen.

Bielefeldt übersieht anscheinend, daß die meisten komplett verschleierten Frauen ihren Schleier freiwillig tragen, nicht selten gegen den Willen ihrer Familie (wobei man auch nicht vergessen darf, wie viele Frauen sich gerne verschleiern würden, es ihnen aber von ihren Familien verboten wird).

Was an einer "Burka" - es ist davon auszugehen, daß Bielefeldt wie viele andere Leute, die sich wissensfrei über den islamischen Schleier äußern, nicht nur dieses Kleidungsstück aus Afghanistan und Pakistan meint, sondern auch den Niqab - "frauenfeindlich" sein soll, teilt der werte Herr Direktor den Lesern der "taz" freilich nicht mit. Daß ein Verbot des Schleiers den frauenfeindlichen Zwang schleierfeindlicher Ehemänner und Familien legitimiert, läßt er außer acht.

Warum es der Individualität einer Frau Aufschwung geben soll, wenn sie gezwungen wird, den Schleier abzulegen und sich damit der gesichtslosen Masse anzupassen, bleibt ebenfalls unbeantwortet. 

Warum Bielefeldt der Meinung ist, die Gesichtsverschleierung sei mit der Religionsfreiheit keinesfalls zu rechtfertigen, bleibt natürlich ebenso sein Geheimnis.

Immerhin erkennt Bielefeldt trotz seiner im Kern rassistischen Äußerung, daß ein Verbot nicht sinnvoll wäre und fragt:

"Was ist gewonnen, wenn die betroffenen Frauen nicht einmal mehr das Haus verlassen können?"

Aber es muß bezweifelt werden, daß Bielefeldt die wirkliche Ursache erkennt, warum den Frauen mit einem Verbot keinesfalls geholfen wäre. Er scheint davon auszugehen, daß eine Frau unter den Schleier gezwungen wird - und bei einem Verbot desselben innerhalb der ehelichen bzw. familiären vier Wände festgehalten würde, das Haus nicht mehr würde verlassen dürfen. Dabei übersieht er aber, daß dann eben auch jene vielen Frauen, die sich freiwillig verschleiern, ebenso freiwillig keinen Schritt mehr vor die Tür setzen werden, wenn man sie zwingen will, den Schleier abzulegen.

Vor allem aber übersieht Bielefeldt, daß ein "Burka-Verbot" vor allem ein Ziel verfolgt: Die öffentliche Ausübung der Religion gewissermaßen zu "verschleiern", zu verstecken, unter einer "politischen Burka". Verbote von Burqa, Minaretten und Kopftüchern ist ja nur der Anfang - dabei wird es nicht bleiben. Auf der anderen Seite zieht sich der Strang immer enger um die öffentliche Religionsausübung etwa evangelikaler Christen, doch zu wenige sehen hier den Zusammenhang.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. März 2010 um 17:26 Uhr
 

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