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In der norditalienischen Stadt Varallo Sesia hat der dortige Bürgermeister, der zur ausländerfeindlichen und islamophoben "Lega Nord" gehört, Frauen das Tragen des Gesichtsschleiers verboten - weil das Tragen des Gesichtsschleiers angeblich die Personenidentifizierung erschwere (möglicherweise steht das in der italienischen Verfassung über der Religionsfreiheit) und dieser "unsere Traditionen" und gegen "Sicherheitsnormen" stehe. Mit Letzterem ist möglicherweise gemeint, daß sich der Schleier etwa in einer öffentlich herumstehenden Drehbank verfangen könnte. Aber sollte man dann nicht auch Krawatten verbieten?
Laut Wikipedia ist der "heilige Berg" Sacro Monte de Varallo Wahrzeichen der Stadt, große Touristenattraktion und ein "bedeutender Faktor" für die Wirtschaft Varallos.
Das Interessante daran ist, das der Berg an die palästinischen heiligen Orte erinnern soll, etwa Betlehem, den Kalvarienberg und Nazareth. Was ist nun aber untrennbar mit diesen palästinischen Orten verbunden, sei es in der Geschichte (der Zeit Jesu) oder in der Gegenwart? Die Tradition des Schleiers, den nun einmal nicht nur die muslimischen Frauen von heute tragen, sondern auch die jüdischen und christlichen Frauen zur Zeit des Herrn Jesus und der Apostel.
Auch untrennbar mit der Person Jesu, um die es ja wohl bei dem "Heiligen Berg" Varallos zuerst und zuletzt geht, verbunden, sind die Traditionen der Nächstenliebe und Toleranz, auch und gerade der Religionsfreiheit.
Diese Traditionen sind aber offensichtlich nicht "unsere Traditionen", und Christen sollten sich gut überlegen, ob sie diesem ohnehin zur Touristenattraktion verkommenen "Heiligen Berg" einen Besuch abstatten und damit die Wirtschaft des Ortes ankurbeln sollten.
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