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Wenn eine Muslima freiwillig Hijab und Niqab verkauft... PDF Drucken E-Mail
Burkaverbot - Blog
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 11:11 Uhr

... wie es Noura Abdi in ihrem islamischen Einkaufszentrum in Hamburg-Harburg tun will (und in ihrem  Mumin Shop ja bereits tut)...

... wogegen sich heftiger Protest richtet...

... dann hat dieser Protest wohl auch damit zu tun, daß damit die Trumpf-Karte "Schleier ist Unterdrückung der Frau" ihren Wert verliert und in Zukunft keinen Stich mehr landen kann.

Es ist ja nicht zu bestreiten, daß Frau Abdi ganz und gar nicht dem Opfer-Mythos entspricht - bei ihr kann man allenfalls noch die andere Trumpf-Karte "hinter jedem Schleier verbirgt sich eine Terroristin" spielen, weswegen man ja auch den Verfassungsschutz herbeiruft.

Daß das Spiel auch noch aus vielen anderen Karten besteht und verschleierte Frauen weder auf "Opfer von Unterdrückung" noch auf "Täterin" reduziert werden können, wird sehr deutlich, wenn man sich Frau Abdi anschaut.

Nicht jedem gefallen diese Karten, nicht jeder kann sich damit anfreunden, daß es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern dazwischen auch viele Graustufen.

Natürlich ist mir klar, daß sich der Protest nicht nur dagegen richtet, daß Frau Abdi Hijab, Niqab, Tscharschaf usw. verkaufen will, sondern auch dagegen, daß sie für ihr islamisches Einkaufszentrum Muslime als Mieter sucht.

Und schon wird laut von "Diskriminierung" gesprochen - meines Erachtens völlig zu Unrecht. Solange eine Frau Abdi in unserer Gesellschaft keine Möglichkeit hat, eine Anstellung zu finden, weil sie verschleiert ist, kann man Vorwürfe, als Vermieterin und Betreiberin eines Einkaufszentrums würde sie diskriminieren, nur scheinheilig finden.

Erst wenn jede Kopftuch und Schleier tragende muslimische Frau im deutschen Berufsleben gleichberechtigt ist und keine Diskriminierung mehr erfährt, können wir darüber nachdenken, on Frau Abdis Ansinnen diskriminierend ist und gegen die Gleichberechtigung verstößt. Bis dahin geschieht hier nichts anderes, als daß der Mehrheitsgesellschaft ein Spiegel vorgehalten wird.

Bis dahin sollte jeder Verständnis dafür haben, daß Opfer von Diskriminierung zusammenhalten, sollte jeder Verständnis für Frau Abdis Bevorzugung muslimischer Geschäftspartner haben.

Nun, vielleicht klagen wir Frau Abdi gerade deswegen so laut der "Diskriminierung" an, weil wir in dem Spiegel, den sie uns vorhält, die Wahrheit viel zu deutlich sehen - die Wahrheit, daß Muslime und insbesondere muslimische Frauen mit Kopftuch und Schleier benachteiligt und diskriminiert werden. Getretene Hunde jaulen - das ist nichts Neues.

 

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