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Laut einem Bericht von "DRadio Wissen" gibt die französische Regierung an, seit Inkrafttreten des als "Vermummungsverbotes" verschleierten Burkaverbotes gingen nur noch 1.000 statt bisher 2.000 muslimische Frauen vollverschleiert auf die Straße.
Offen bleibt, woher die französische Regierung diese Zahl hat.
Keine Angaben gibt es, wie zu erwarten war, zu der alles andere als unbedeutenden Frage, ob diese angeblich 1.000 Frauen, die nicht mehr verschleiert auf die Straße gehen, überhaupt noch das Haus verlassen oder es vorziehen, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen. Immerhin darf man annehmen, daß die französische Regierung es als Erfolg verbuchen und mit Stolz bekanntgeben würde, wenn diese 1.000 Frauen jetzt unverschleiert in der Öffentlichkeit zu sehen wären. Das legt nun den Schluß nahe, daß dieser Effekt gerade nicht eingetreten ist.
Anderen Berichten zufolge ist die französische Regierung mit dem Verbot zufrieden, da es die Zahl der in der Öffentlichkeit verschleierten Frauen reduziert habe. Diese Zufriedenheit zeigt ziemlich deutlich, daß es bei dem angeblichen "Vermummungsverbot" wirklich nur um die Verschleierung muslimischer Frauen geht und nicht um eine allgemeine "Vermummung".
Immerhin dürfte es seit dem Inkraftttreten des angeblichen Vermummungsverbotes etliche Personen gegeben haben, die vermummt ein Verbrechen begangen haben (was zu verhindern ja die eigentliche Intention eines Vermummungsverbotes wäre). Davon, daß eine dieser Personen wegen des Verstoßes gegen das Vermummungsverbot angeklagt oder sogar bestraft worden wäre, hört man allerdings nichts. Bei diesem Gesetz geht es also nicht um eine Verhinderung von Straftaten, sondern nur und ausschließlich darum, daß verschleierte Muslimas aus der Öffentlichkeit verdrängt werden. Hinzu kommt ein erhoffter Zuwachs von Stimmen rechter und islamophober Wähler.
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